Durchfall bei Hunden und Katzen – harmlos oder ernst?
- jholzmann1
- 11. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Durchfall gehört zu den häufigsten Gründen, warum Tierhalter mit ihrem Hund oder ihrer Katze beim Tierarzt oder Tierheilpraktiker vorstellig werden. Oft ist er harmlos und klingt schnell wieder ab – manchmal steckt jedoch eine ernsthafte Erkrankung dahinter. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, die Ursachen besser einzuordnen und zu wissen, wann Handlungsbedarf besteht.
Ursachen für Durchfall
Die Gründe für Durchfall sind vielfältig. Häufige Ursachen sind:
Futterumstellung: Plötzlicher Wechsel des Futters oder zu viele Leckerlis.
Ungeeignetes oder verdorbenes Futter: Hunde fressen draußen schnell etwas, was nicht für sie bestimmt war.
Stress: Veränderungen im Alltag, Reisen oder Tierarztbesuche können den Darm belasten.
Parasiten: Giardien, Würmer und andere Parasiten führen oft zu länger anhaltendem Durchfall.
Infektionen: Bakterien oder Viren greifen den Verdauungstrakt an.
Chronische Erkrankungen: Leber-, Nieren- oder Bauchspeicheldrüsenprobleme sowie Allergien oder Unverträglichkeiten.
Vergiftungen: Aufnahme giftiger Pflanzen, Medikamente oder Chemikalien.
Wann ist Durchfall harmlos?
Der Durchfall dauert nur 1–2 Tage.
Das Tier ist ansonsten munter, frisst und trinkt normal.
Keine weiteren Symptome wie Erbrechen, Fieber oder starke Schmerzen.
Klare Ursache erkennbar (z. B. zu viele Leckerli).
In solchen Fällen reicht es oft, das Tier 12–24 Stunden fasten zu lassen (nur Wasser!) und anschließend langsam Schonkost einzuführen.
Wann sollte man sofort handeln?
Suchen Sie unbedingt einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker auf, wenn:
Der Durchfall länger als 2–3 Tage anhält.
Blut im Kot sichtbar ist.
Das Tier stark erbricht oder apathisch wirkt.
Welpen, alte oder geschwächte Tiere betroffen sind (Gefahr der Austrocknung!).
Der Durchfall plötzlich sehr heftig einsetzt, mit Fieber oder Krämpfen.
Schonkost – was hilft dem Darm?
Bewährt hat sich leichte, gut verdauliche Nahrung:
Gekochter Reis oder Kartoffeln.
Mageres gekochtes Huhn oder Pute.
Möhren (gerieben oder als Morosche Karottensuppe).
Wichtig: Immer ausreichend frisches Wasser anbieten!
Nat
urheilkundliche Unterstützung
Neben der klassischen Behandlung können auch naturheilkundliche Maßnahmen hilfreich sein:
Heilerde: Bindet Giftstoffe im Darm.
Flohsamenschalen: Regulieren die Darmtätigkeit.
Kamillen- oder Fencheltee: Sanfte Unterstützung für den Magen-Darm-Trakt.
Probiotika: Helfen, die Darmflora wieder aufzubauen.
Fazit
Durchfall bei Hund und Katze ist ein Symptom mit vielen möglichen Ursachen – von harmlos bis ernst. Beobachten Sie Ihr Tier genau, achten Sie auf Dauer, Begleitsymptome und den Allgemeinzustand. Lieber einmal mehr fachlichen Rat einholen, als ein Risiko eingehen.
Sie wünschen Unterstützung bei der Interpretation von Laborwerten oder eine naturheilkundliche Begleitung bei chronischen Verdauungsproblemen? Kontaktieren Sie mich gerne.



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